Cookinseln

Die Cookinseln (Cook Islands, Cook Islands Maori) zählen zu den schönsten Südseeinseln im südlichen Pazifik. Gemeinsam mit Inseln wie der Osterinsel (südöstliche Grenze Polynesiens), Hawaii (nördliche Grenze Polynesiens), Tahiti aber auch Neuseeland (südwestliche Grenze Polynesiens), gehören die Cookinseln zum Kulturkreis Polynesien und befinden sich im so genannten “polynesischen Dreieck”. Polynesien ist wiederum Teil der Kulturregion Ozeaniens. Die Cookinseln sind ein souveräner Inselstaat in “freier Assoziation mit Neuseeland”.

Obwohl die ersten Europäer, die mit den Cookinseln im 16. Jahrhundert Kontakt hatten, Spanier waren, ist einer der bekanntesten Erkunder des polynesischen Inselreichs im 18. Jahrhundert der englische Forscher James Cook. Der Name “Cookinseln” wurde vom deutschbaltischen Admiral Adam Johann von Krusenstern bei seiner Weltumrundungsexpedition zu Ehren des Seefahrers James Cook vergeben und erschien zum ersten Mal in einer russischen Seekarte zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Die Polynesier und die Cookinseln kennen die meisten aus den Berichten von Kapitän William Bligh aus dem Roman “Meuterei auf der Bounty”, in dem ein Segelschiff der britischen Admiralität gegen Ende des 18. Jahrhunderts in die Südsee aufbrach, um Stecklinge des Brotfruchtbaums von Tahiti zu den Antillen zu bringen. Neben der polynesischen Insel Tahiti, die immer wieder im Mittelpunkt des Romans steht, wird unter anderem erwähnt, wie die Bounty die Inseln Rarotonga (mit der heutigen Hauptstadt der Cookinseln ”Avarua”) und Aitutaki (zweifelsfrei die schönste der Cookinseln) passiert.

Anfang des 19. Jahrhunderts sind christliche Missionare in die Südsee aufgebrochen und zerstörten dort mit Gewalt polynesisches Kulturgut, vor allem Tempel, und drängten die polynesischen, religiösen Überzeugungen und Rituale massiv zurück. So blieben auch die Cookinseln nicht von der europäischen Christianisierung verschont. Die eindringenden Europäer und Amerikaner schleppten vor allem Infektionskrankheiten ein, gegen welche die Polynesier keine Immunabwehr besaßen. Die Folge beider Ereignisse war eine systematische Dezimierung der polynesischen Bevölkerung sowie deren hoch entwickelter Kultur. Nicht lange später folgte die Kolonialisierung fast aller Inseln in der Region. Während heute auf einigen Inselstaaten Polynesiens kaum noch Ureinwohner leben, sind die Einwohner der Cookinseln fast alle Maori. So wird auf den Cookinseln neben Englisch auch Maori gesprochen.

Quelle: wikipedia